FIS lässt zehn weitere Russen zu. Russland kann seine Männer-Startplätze in Ruka füllen, die der Frauen nicht

Die FIS hat zehn weitere russische Langläuferinnen und Langläufer als neutrale Athleten zugelassen. Auf der Liste der zugelassenen neutralen Athleten vom 27. Oktober stehen 47 Langläufer: 45 aus Russland und zwei aus Belarus. Die vorherige Version vom 23. Oktober hatte 37. Niemand wurde gestrichen, die Zahl der zugelassenen Langlauf-Trainer und Betreuer bleibt bei 25.

Neu sind sieben Männer, Artjom Barkow, Nikita Fadejew, Matwei Ketow, Wjatscheslaw Mamitschew, Daniil Muralejew, Nikita Rodionow und Pawel Sergejew, und drei Frauen, Warwara Kalinina, Arina Kusurgaschewa und Jelisaweta Schalaboda. Schalaboda gewann 2022 bei den russischen Meisterschaften den Massenstart über 50 km klassisch. Sechs der zehn sind zwischen 2005 und 2008 geboren.

Alexander Bolschunow und Veronika Stepanowa stehen weiterhin nicht auf der Liste. Ebenso wenig Sergej Ardaschew, Alexander Terentjew und Aljona Baranowa, die drei anderen Athleten, die Russland am Montag ohne neutralen Status für Ruka und Trondheim nominiert hat.

Zwei Neue mit Weltcuppunkten

Für einen Weltcupstart braucht man 150 FIS-Punkte oder weniger auf der für das Rennen gültigen Punkteliste: Distanzpunkte für Distanzrennen, Distanz- oder Sprintpunkte für Sprints. Wir haben alle zehn neuen Namen mit der aktuellen Liste abgeglichen, der zweiten der Saison 2026/27, gültig bis 11. November.

AthletJahrgangDistanzpunkteSprintpunkte
Nikita Rodionow200342,97112,94
Wjatscheslaw Mamitschew2005119,01243,40

Beide erfüllen die Norm. Die anderen acht haben keine Punkte auf der aktuellen Liste. Schalaboda, Kusurgaschewa und Muralejew hatten Punkte auf älteren Listen, die inzwischen verfallen sind.

Wie die anderen zugelassenen Russen haben Rodionow und Mamitschew kein FIS-Ergebnis seit dem Frühjahr 2022. Ihre Punkte stammen aus russischen Rennen jener Saison, als Rodionow 19 und Mamitschew 16 Jahre alt war.

Damit hat Russland sieben Männer, die zugelassen sind und die Punkte für einen Start in Ruka am 27.–29. November haben, hier nach Distanzpunkten geordnet:

  • Männer: Sawelij Korostelew (9,51), Ilja Semikow (24,22), Iwan Gorbunow (33,02), Nikita Denissow (37,75), Rodionow (42,97), Jegor Mitroschin (44,97), Mamitschew (119,01)
  • Frauen: Natalja Terentjewa (7,68), Darja Neprjajewa (15,62), Jekaterina Nikitina (86,60), Alina Pekletsowa (93,86), Lidija Gorbunowa (102,56)

Russland hat in jedem Einzelrennen sechs Startplätze pro Geschlecht. Die FIS aktualisiert ihre Punkterangliste mehrmals pro Saison. Die nächste Ausgabe, die dritte Punkteliste der Saison, gilt ab dem 12. November und dürfte für Ruka maßgeblich sein.

Was das für Ruka bedeutet

Bei den Männern ist die Quote kein Problem mehr. Zum ersten Mal in diesem Herbst hat Russland mehr startberechtigte Männer als Startplätze. Bei den Frauen bleibt es bei fünf für sechs, wie nach dem Update vom 23. Oktober. Keine der drei neuen Frauen hat aktuelle Punkte.

Die Neuen bringen eher Masse als Klasse. Rodionows Distanzpunkte sind die 88.-besten der Welt; Mamitschew liegt 31 Punkte unter dem Limit. Beide haben ihre Punkte als Junioren vor viereinhalb Jahren geholt. Sie geben dem Verband Optionen für den sechsten Platz und für die Qualifikation „Jugoria. Erster Schnee“ in Chanty-Mansijsk am 10. und 11. November, bei der Russland den Rest seines Teams bestimmt.

Ein volles Zehner-Aufgebot hängt weiter an der FIS. Russlands Verband will für Ruka und Trondheim zehn Männer und zehn Frauen nominieren. Nach der aktuellen Liste hat er sieben und fünf. Bolschunow, Terentjew und Ardaschew würden das Männerteam auf zehn bringen; bei den Frauen hat Stepanowa, soweit öffentlich bekannt, keinen Antrag gestellt, und Baranowas Status ist offen. Zu Bolschunows Antrag hat sich die FIS nicht geäußert. Seit dem 16. Oktober hat sie vier Versionen der Liste veröffentlicht, die nächste dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Neutrale Athleten dürfen nur in Einzelrennen starten; Staffeln und Teamsprints bleiben ihnen verschlossen, im Weltcup wie bei der WM in Falun.

Update, 31. Oktober 2026: Die FIS-Liste vom 30. Oktober bringt 25 weitere Langläufer, 13 Belarussen und 12 Russen, keiner von ihnen mit den Punkten für einen Weltcupstart. Es bleibt bei sieben startberechtigten russischen Männern und fünf Frauen. Unsere Analyse.