FIS lässt 25 weitere Langläufer zu, 13 davon aus Belarus. Keiner hat die Punkte für den Weltcup

Die FIS hat 25 weitere Langläuferinnen und Langläufer aus Russland und Belarus als neutrale Athleten zugelassen. Die Liste der zugelassenen neutralen Athleten vom 30. Oktober führt im Langlauf 71 Athleten, nach 47 am 27. Oktober: 56 Russen und 15 Belarussen. Der 25. neue Name, die Russin Natalja Kramarenko, steht auf der Liste unter Skicross, sie ist aber Langläuferin mit einem FIS-Code für Langlauf. Die Agentur TASS zählte sie zu den zwölf russischen Langläufern, die am Freitag zugelassen wurden. Gestrichen wurde niemand, die Zahl der zugelassenen Trainer und Betreuer im Langlauf bleibt bei 25.

Alexander Bolschunow und Weronika Stepanowa stehen weiterhin nicht auf der Liste. Ebenso wenig Sergej Ardaschew, Alexander Terentjew und Aljona Baranowa, die drei anderen Läufer, die Russland für Ruka und Trondheim vorab nominiert hat, unter der Bedingung, dass die FIS sie zulässt.

Die erste große Gruppe aus Belarus

Bis Freitag hatte Belarus nur zwei Langläuferinnen auf der Liste, Hanna Machakhina und Hanna Karaliova. Jetzt sind es 15. Die 13 neuen Belarussen sind alle jung: Der älteste, Yahor Karotkin, ist Jahrgang 2005, zwei der Mädchen, Iryna Sharypava und Anastasia Khaladzinskaya, sind Jahrgang 2010.

  • Männer (5): Kirill Buevich (Jahrgang 2008), Yahor Karotkin (2005), Stanislau Krauchuk (2007), Artsiom Nestsiaronak (2007), Bahdan Viarbilovich (2009)
  • Frauen (8): Milana Bykouskaya (2009), Katsiaryna Kasachova (2009), Anastasia Khaladzinskaya (2010), Iryna Krautsova (2006), Aliaksandra Parfionava (2008), Iryna Sharypava (2010), Liudmila Tarubarava (2008), Viktoryia Zhemkova (2006)

Die neuen Russen sind eine Mischung aus älteren Läufern aus dem nationalen Rennbetrieb und Junioren: Iwan Besmaternych (Jahrgang 1997), Andrej Sarodow (1999), Dmitri Schul (2000), Jekaterina Bulytschewa (2000), Viktor Schul (2001), Kramarenko (2004), Jegor Rudy (2005), Pawel Kosadajew (2005), Arseni Wlassow (2005), Uljana Lebedewa (2007), Gleb Beljajew (2008) und Anna Sergejewa (2009).

Keine neuen Weltcupstarter

Für einen Start im Weltcup braucht ein Läufer höchstens 150 FIS-Punkte auf der für das Rennen gültigen Punkteliste: Distanzpunkte für Distanzrennen, Distanz- oder Sprintpunkte für Sprints. Wir haben alle 25 neuen Namen mit der aktuellen Liste abgeglichen, der zweiten der Saison 2026/27, gültig bis 11. November.

Keiner von ihnen erfüllt die Grenze. Nur zwei haben überhaupt Punkte, beide aus Belarus: Karotkin hat 277,91 Distanz- und 290,98 Sprintpunkte, Krautsova 414,22 Sprintpunkte. Die übrigen 23 stehen ohne Punkte auf der aktuellen Liste.

Damit steht Russland genau dort, wo es nach der Aktualisierung vom 27. Oktober stand. Sieben Männer und fünf Frauen sind zugelassen und haben die Punkte für einen Start in Ruka vom 27. bis 29. November. Pro Geschlecht und Einzelrennen hat Russland sechs Startplätze:

  • Männer: Sawelij Korostelew (9,51 Distanzpunkte), Ilja Semikow (24,22), Iwan Gorbunow (33,02), Nikita Denissow (37,75), Nikita Rodionow (42,97), Jegor Mitroschin (44,97), Wjatscheslaw Mamitschew (119,01)
  • Frauen: Natalja Terentjewa (7,68), Darja Neprjajewa (15,62), Jekaterina Nikitina (86,60), Alina Pekletsowa (93,86), Lidija Gorbunowa (102,56)

Für Belarus sieht es im Weltcup noch dünner aus. Karaliova, die bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina lief, ist im Sommer zum Biathlon gewechselt und steht nicht mehr auf der Langlauf-Punkteliste. Damit bleibt Machakhina die einzige Belarussin mit Weltcuppunkten. Ihre 119,59 Distanzpunkte gelten auch für Sprints. In der vergangenen Saison lief sie als neutrale Athletin im Weltcup, ihr bestes Ergebnis war Rang 39 in einem Massenstart.

Wofür die neuen Namen da sind

Die meisten neuen Läufer sind Junioren, und bei der Liste geht es nicht nur um den Weltcup. Der neutrale Status erlaubt ihnen den Start in jedem FIS-Rennen außerhalb Russlands und Belarus’, auch bei Junioren- und U23-Wettkämpfen, solange sie die Neutralitätsbedingungen erfüllen. Wer keine Punkte hat, muss sie zuerst in FIS-Rennen im Ausland sammeln. Russische und belarussische Rennen stehen nicht im FIS-Kalender, Ergebnisse im eigenen Land zählen also nicht.

Das braucht Zeit. Die dritte FIS-Punkteliste der Saison gilt ab 12. November und dürfte die sein, die in Ruka zählt. Russland bestimmt den Rest seines Teams für die ersten beiden Weltcup-Wochenenden bei den Rennen „Jugra. Erster Schnee“ in Chanty-Mansijsk am 10. und 11. November. Nach der Liste vom Freitag kann es weiterhin nur sieben Männer und fünf Frauen tatsächlich an den Start schicken.

Die Lücke, auf die es für Russland ankommt, liegt an der Spitze, nicht bei der Zahl. Der Verband will für Ruka und Trondheim zehn Männer und zehn Frauen melden. Mit Bolschunow, Terentjew und Ardaschew wären es bei den Männern zehn. Bei den Frauen hat Stepanowa nach allem, was öffentlich bekannt ist, keinen Antrag auf neutralen Status gestellt, und der Status von Baranowa ist unklar. Zu einzelnen Anträgen äußert sich die FIS nicht. Die Liste vom 30. Oktober ist die fünfte Fassung seit dem 16. Oktober.

Neutrale Athleten dürfen nur in Einzelrennen starten. Staffeln und Teamsprints bleiben ihnen verschlossen, im Weltcup wie bei der WM in Falun.